Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Zentralisiertes Qualitätsmanagement mit dem vielseitigen EvaSys an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, kurz HTW, bietet mit insgesamt 22 Studiengängen in acht Fachbereichen zu den Themen Wirtschaft, Ingenieurswissenschaften und Pflege und Gesundheit ein vielseitiges Studienangebot. An der HTW studieren zur Zeit rund 3.600 Studierende.
Zum Wintersemester 2005/06 wurde das Studienangebot komplett auf das Bachelor/Master-System umgestellt. Dabei baut die HTW kontinuierlich ihre Hochschulkooperation aus, was sich unter anderem auch im Master-Studiengang Evaluation zeigt, der in Kooperation mit der Universität des Saarlandes und der Katholischen Hochschule für Soziale Arbeit angeboten wird. Dieser Studiengang dient der Professionalisierung der Evaluation, die in den vergangenen Jahren eine starke Bedeutungszunahme in Deutschland erfahren hat.
Auch für die Hochschule selbst ist Qualitätsmanagement von großer Bedeutung. Vor dem Einsatz von EvaSys im Jahr 2004 wurden die Studierendenbefragungen an der HTW des Saarlandes noch dezentral und wenig strukturiert durchgeführt. Einzelne Lehrende verteilten Fragebögen bei von ihnen ausgewählten Veranstaltungen. Die Daten werteten sie mittels Excel-Dateien aus, die Ergebnisse verblieben allein bei den Dozenten. Dieses System wurde als sehr aufwändig und wenig transparent empfunden. Auch bestand durch die individuelle Gestaltung der Umfragen keine Möglichkeit, die Daten fachbereichsübergreifend zu nutzen. Dies ist jedoch für die strukturelle Entwicklung und Qualitätssicherung an Hochschulen von besonderem Interesse. Transparenz und Rückmeldung über Verfahren sind von großer Bedeutung für das Erkennen von Hochschulzielen und einer konkreten Qualitätsoptimierung.
Mit der Nutzung der Evaluationssoftware EvaSys wurden es möglich, die Befragungen zentral zu organisieren. „Die Einführung von EvaSys verlief vollkommen problemlos“, so Susanne Thommes. Sie ist mit einer Vollzeitstelle als Koordinatorin der Lehrevaluation tätig und wird auf Anfrage durch eine Hilfskraft unterstützt.
Im papierbasierten Deckblatt-Verfahren werden standardisierte Blanko-Fragebögen durch das Verwenden eines Deckblattes mit den Angaben zur jeweiligen Lehrveranstaltung individualisiert. Die Daten für die Deckblätter werden der Evaluationskoordinatorin von den Dozenten mitgeteilt. So ist eine Zuordnung der ausgefüllten Bögen sicher gestellt. Die Möglichkeit, große Mengen der Fragebögen z.B. in der Hausdruckerei drucken zu lassen, macht diese Methode besonders kostengünstig.
Ausgefüllte Erhebungsbögen werden zusammen mit dem Deckblatt an die Koordinatorin zurück geschickt. Dort werden die gesammelten Daten einfach und schnell mittels eines Hochleistungsscanners erfasst und anschließend sofort statistisch ausgewertet und grafisch aufbereitet. Dass die Ergebnisse so schnell verfügbar sind, ist ein großer Vorteil von EvaSys: Die Lehrenden erhalten die Daten automatisch per Mail und bekommen so ein „Sofortfeedback“.
Darüber hinaus werden auch die Studiengangsleiter, die Fachbereichsleitung und die Hochschulleitung in einer fachbereichsübergreifenden Auswertung über die Ergebnisse informiert.
Derzeit gibt es an der HTW des Saarlandes drei Fragebögen: einen für Lehrveranstaltungsbewertungen, einen für Erstsemesterbefragungen und einen zur Servicequalität. Inhaltlich werden u.a. die didaktische Aufbereitung der Lehreinheiten, das persönliche Auftreten der Dozenten, die Unterrichtshilfsmittel und die Arbeitsbelastung erforscht. EvaSys erleichtert dem Anwender die Erstellung von Fragebögen durch die Vorgabe einzelner Bausteine, die individuell zusammengestellt und inhaltlich gestaltet werden können. Bei der HTW des Saarlandes werden die Fragebögen hausintern mit dem TeleForm Designer (Link!)auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. So können z.B. die Fragen in den Bögen als Single Choice, als Multiple Choice, als Matrix oder auch als offene Fragen angelegt werden.
Alle so gewonnen Daten können anschließend problemlos in Excel, SPSS, Sphinx etc. weiter verarbeitet werden.
Derzeit werden insgesamt pro Semester bis zu 8.000 Fragebögen ausgewertet, die Erstellung weiterer Bögen ist vorgesehen.
Susanne Thommes resümiert: „Vor allem der Vorteil, die Evaluation zukünftig zentral durchführen zu können, hat uns von Anfang an von EvaSys überzeugt. Mit EvaSys wurden unsere wesentlichen Ziele erreicht“. Es können nun regelmäßig Evaluationen durchgeführt werden, gleichzeitig wurden die Dozenten entlastet. Die Prozesssteuerung insgesamt wurde erheblich vereinfacht. Susanne Thommes betont wie wichtig die größere Transparenz mit EvaSys ist: Studierende, Fachbereiche und Hochschulleitung erhalten nun Rückmeldungen über die Ergebnisse.
Herausforderung:
Ermöglichung einer regelmäßigen und zentralen Datenerhebung. Die Optimierung der Evaluation sollte zu größerer Transparenz und bessere Prozesssteuerung führen.
Einsatzfeld:
Studierendenbefragungen
Erworbene Produkte:
EvaSys 2.5.1, einen Hochleistungsscanner (Fujitsu fi-4120C), TeleForm Elite V8.2
Stand: 05.04.2006
Verfasst von:
Tina Hueske, free style Kommunikations- & Designberatung
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